Mit großer Begeisterung wurde die Idee des Amtsdirektors, ein deutsch-polnisches Fußballturnier zu veranstalten, von den Vereinen des Amtes aufgenommen. Ebenso groß war die Freude über die Zusage der Mannschaften aus den polnischen Partnergemeinden Czermin und Lubiszyn. So konnte in Petersdorf erstmals ein gemeinsames Turnier mit Mannschaften der Fußballvereine des Amtes, einer Ortsteilmannschaft aus Alt Madlitz sowie den beiden Gastmannschaften aus Polen ausgetragen werden.
Der Turniertag begann bereits am Vormittag mit den Spielen der Junioren. Währenddessen nutzten die polnischen Gäste die Zeit für ihre Anreise sowie den Bezug ihrer Unterkunft bei Storkow. Nach ihrer Ankunft auf dem Sportplatz in Petersdorf wurden sie mit einem zweiten Frühstück empfangen. Anschließend verfolgten sie die spannenden Spiele der Kinder und Jugendlichen, konnten erste Gespräche führen und sich nach der mehrstündigen Fahrt erholen. Einige der polnischen Spieler nutzten die Gelegenheit bereits zum Einspielen für das bevorstehende Turnier.
Für die optimale Versorgung der Spieler standen während des gesamten Nachmittags Obstplatten und Wasser bereit. Außerdem erhielt jede Mannschaft zur Austragung ihrer Spiele einen neuen Spielball. Natürlich haben auch alle Teilnehmer Essen-, Getränke- und Kuchenmarken für zwei der Verpflegungsstände und den Getränkestand für den weiteren Verlauf des Tages bekommen.
Um 16 Uhr eröffneten der Amtsdirektor Dirk Meyer und der Bürgermeister Thomas Kahl das Turnier offiziell. Hervorgehoben wurde das Engagement des gastgebenden Vereins Rot-Weiß Petersdorf. Selbstverständlich erwähnte Herr Meyer in seiner Rede, dass erst die Förderung aus dem Kleinprojektefonds der Euroregion PRO EUROPA VIADRINA die Durchführung des Turniers ermöglicht hat. Die Begrüßungsrede und auch die Worte des Bürgermeisters wur-den durch den Dolmetscher in die polnische Sprache übersetzt, bevor die Spielbälle feierlich an die Mannschaften übergeben wurden. Nach einer gemein-samen Aufwärm-phase begann das Turnier gegen 16.30 Uhr mit einer halben Stunde Verspätung gemäß Spielplan. Gespielt wurde im Kleinfeldmodus, wobei jeweils zwei Begegnungen gleichzeitig stattfanden. Die Spieldauer betrug jeweils 15 Minuten.
Den zahlreichen Zuschauern wurden spannende und faire Begegnungen geboten. Der Ehrgeiz und der Einsatz der Spieler waren in jeder Partie deutlich spürbar und erinnerten mitunter an die Atmosphäre einer Weltmeisterschaft. Eine Besonderheit war die Möglichkeit, alle Spielergebnisse über einen QR-Code live im Internet zu verfolgen.
Die Siegerehrung fand planmäßig um 20 Uhr durch den Amts-direktor, den Bürger-meister sowie den Vorstandsvorsitzenden des gastgebenden Vereins Rot-Weiß Petersdorf statt. Jede Mannschaft erhielt als Anerkennung ihrer Teilnahme ein kleines Fass Bier. Die Siegermannschaft aus Czermin durfte sich zusätzlich über einen Wanderpokal freuen, der im kommenden Jahr erstmals verteidigt werden muss.
Im Anschluss klang der Tag bei einem gemeinsamen Fest mit Disco und den Darbietungen eines Tanzvereins in geselliger Atmosphäre aus. Die polnischen Gäste fühlten sich sichtlich wohl und beteiligten sich nicht nur mit großem Engagement auf dem Fußballplatz, sondern auch auf der Tanzfläche. Neben den teilnehmenden Mannschaften waren zahlreiche Zuschauer aus der Region sowie weitere Abendgäste vor Ort, wodurch das Turnier zu einem lebendigen Begegnungsfest für alle Generationen wurde.
Am folgenden Tag trafen sich die polnischen Gäste nochmals mit den Vereinsvorsitzenden, Bürgermeistern und Vertretern des Amtes zu einem gemeinsamen späten Frühstück. Dabei wurden das Turnier ausgewertet, Erfahrungen ausgetauscht und die weitere Zusammenarbeit besprochen, bevor sich die Gäste schließlich auf den Heimweg machten.
Das deutsch-polnische Fußballturnier hat seine Ziele in besonderem Maße erfüllt. Es entstanden neue Kontakte zwischen Trainern, Vereinsmitgliedern und Spielern beider Länder. Die Verständigung auf sportlicher Ebene trug dazu bei, Sprachbarrieren abzubauen und einen gemeinsamen Teamgeist zu entwickeln. Fairness, gegenseitiger Respekt und der Austausch über die Vereinsarbeit standen während der gesamten Veranstaltung im Mittelpunkt. Darüber hinaus konnten zahlreiche persönliche Freundschaften geknüpft und die bestehenden Partnerschaften weiter gefestigt werden. Durch die große öffentliche Resonanz und die vielen Besucher wurde das Turnier zudem zu einem sichtbaren Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft und machte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die Bevölkerung erlebbar.
Christiane Förster

